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Zum Welttag des Stotterns 2022: Überraschungs-Besuch bei den ÖSIS in Innsbruck

Nachdem wir in Würzburg bislang keine Aktion zum Welttag des Stotterns 2022 geplant hatten (hmpf! Wer hat Lust auf eine weitere Lesung Zweiter Klasse???) und ich im Web gelesen hatte, dass unsere österreichischen Freund:Innen sich zentral in Innsbruck in ihrem Büro treffen werden (Innsbruck ist quasi das österreichische Köln^^), hab ich mich am Freitag Nachmittag auf die Bahn gesetzt und habe es geschafft, trotz ausgefallenem ICE pünktlich am Abend zum Einchecken im Hotel in Innsbruck aufzuschlagen.

 

Am Morgen des Welttags habe ich mich dann auf den Weg zur Geschäftsstelle der ÖSIS gemacht – die heißen wirklich so: ÖSIS – Österreichische Selbsthilfe-Initiative Stottern.

 

Als ich ins Büro in der 1. Etage zur Bürotür reinspaziert bin, haben sich alle Köpfe zu mir umgedreht und es war schlagartig leise aber als ich gesagt habe, ddadasss i-i-ich aaaauch stototottere, war wieder alles gut. Alle waren sehr erfreut über den Besuch aus Deutschland. Lisa Bauernfeind (Bundeslandvertreterin von Oberösterreich) und Thomas Kupetz (Obmann von ganz Österreich) , die mich vom Buko in Halle an der Saale 2022 und vom Buko 2017 in Nürnberg kennen, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor Ort. Um so größer war ihre Überraschung, mein bekanntes Gesicht dann unter den Anwesenden zu entdecken. Wwwwwwas sooooooooll iiiiich saaaaageeeen? Eine echt gelungene Überraschung!

 

Ich kam ja auch nicht mit leeren Händen: Für Thomas gab es den orangenen FLOW-Beutel mit Inhalt und für Lisa noch etwas Süßes. Ja, Beziehungen muss man pflegen! Thomas hat sein 'Selfie' mit dem Beutel dann auch gleich gepostet, wie ich ihn kenne. Weiterhin habe ich mit Thomas ein Internet-Projekt verabredet, über dessen Inhalt ich hier noch nichts verlautbaren kann – aber falls es klappt, schließen die ÖSIS mit VERSTA (den Schweizern) und der BVSS in dieser Beziehung gleichauf. Zusammen haben wir dann alte Fotos angeschaut (Andrea Grubitsch, schade dass Du nicht mehr unter uns bist 🙏🏻😢) und uns bei einem Spaziergang durch Innsbruck besser kennengelernt. Wahre Völkerverständigung – auch wenn ich wegen des zum Teil krassen Dialekts nicht alles verstanden habe. Der Abschied ist uns allen schwergefallen. Aber wer weiß, der nächste Buko kommt bestimmt (auch wenn es 2023 in Mainz nur ein Arbeitstreffen geben wird und keinen vollwertigen Bundeskongress – ebenfalls hmpf!).

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Wuerzburg-stottert geht auf Sendung – Radio-Feature mit Studentinnen der Uni Würzburg

Die Studentinnen waren innerhalb ihrer fachlichen Recherche auf unsere Selbsthilfe-Gruppe gestoßen und wollten mithilfe eines 'Features' über das Stottern aufklären und Radio-Hörer:Innen informieren. Nachdem sie in unserer traditionellen Sommerpause auf uns zukamen, hatten wir kurzerhand ein Treffen mit ihnen und zweien von uns im Ringpark vereinbart.

Für die Studentinnen war es dabei vor allem wichtig, dass sie persönliche Geschichten/Erfahrungen einfangen würden, die sie mit wissenschaftlichen Grundlagen verknüpfen können und verschiedene Perspektiven rund ums Thema Redeflussstörung aufzeigen.

Hier Ihre vorbereiteten Fragen:

  • Seit wann hast Du Einschränkungen beim Sprechen?
  • Wie würdest Du Dir wünschen, dass in der Gesellschaft damit umgegangen wird?
  • Welche positiven oder auch negativen Erfahrungen hast Du mit dem Sprechen gemacht? (insbes. bei Fremden?)

Und dann noch diese Fragen hier:

  • Wie läuft eine Sitzung in der Selbsthilfegruppe ab?
  • Gibt es eine Probesitzung?
  • Wie bist Du zur Selbsthilfegruppe gekommen?
  • Wie lange bist Du schon dabei?
  • Wie hilft es Dir?
  • Musstest Du Dich überwinden, zur Selbsthilfegruppe zu kommen?
  • Wie hilft die Selbsthilfegruppe dabei, mit dem Stottern klarzukommen?


Diese Fragestellungen haben wir, die Betroffenen den Studentinnen mit laufendem Mikrofon beantwortet. Meistens mit mehreren, unterschiedlich langen Antworten. Die erste, kurze war meist nur wenige Worte lang, die folgende, mittellange gab mehr Kontext und die lange, ausführliche Antwort war meist biografisch geprägt und erschlug den Themenkomplex dann völlig (vor allem meine Spezialität 🤩).

Also uns von der SHG hat es viel Spaß gemacht, mit jungen Leuten mit so viel Interesse zum Thema Stottern ins Gespräch zu kommen. Auch war es eine gute Möglichkeit, das alte Stottern pseudo-stotternd mal wieder hervorzukramen; in meinem Fall fühlt es sich immer noch richtig gut und stimmig an und ist wie immer nur einen oder zwei Zungenschläge entfernt.

Hoffen wir mal, dass es den Mädels auch genau so viel Spaß gemacht hat aber es hatte ganz den Anschein – und dass sie unsere Antworten und die Nebengeräusche im Ringpark zu einem Radio-Feature zusammenschmieden können. Wir sind gespannt, wann 'wir auf Sendung sind' und werden etwaige Sendetermine hier ebenfalls posten.

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Gruppenstunde Juli 2022

Mitten in der Sommerpause 2022 kündigte sich im Juli etwas besonderes an – nämlich, dass wir einen Neuzugang bekommen.

 

Nennen wir die Person hier der Einfachheit halber X. X ist jung und kam mit Mutter und eigener Stotter-Therapeutin Marita Bauereisen zur ersten Gruppenstunde angereist. Marita empfielt unsere Selbsthilfegruppe für X, weil sie auch ihrer Meinung nach ihre (und die Intensiv-Therapie von Georg Thum) passend ergänzt. Wir alle wissen, dass es – gerade neben einer guten Therapie – auch viele Bereiche gibt, die man auch mit einer guten Logotherapie nur schwer adressieren kann, z.B. das Explorieren der eigenen Gefühle, Gedanken und Befindlichkeit sowie das Selbstbild und Selbstverständnis der eigenen Person.

 

Auch ist der Austausch zwischen Betroffenen hilfreich und heilsam. Alle Gruppenmitglieder haben bei uns von allen anderen Personen auf den Gruppenstunden profitiert – ein ständiges Geben und Nehmen. Vieles kann man sich abschauen und als Vorbild benutzen.

 

Für alle diese weiteren Bereiche bietet sich die Stotterer-Selbsthilfe an.

 

Marita hat uns dann noch ein gutes Buch empfohlen; es heißt 'Ich heiße Billy Plimpton'. Hier ein Zitat vom Klappentext:


Billy Plimpton träumt davon, als Komiker auf der Bühne zu stehen. Sein Problem: Er stottert. Zu allem Übel kommt er auch auf eine neue Schule und er hat Angst, zum Gespött zu werden. Daher beschließt er, gar nichts zu sagen. Das ist gar nicht so einfach, schließlich erwarten die Lehrer, dass ihre Schüler etwas zum Unterricht beitragen. Und dann wäre da auch noch sein Traum…

 

Ja, und so ging diese Gruppenstunde auch schon wieder zu Ende – wie ssssssssssschchnell doch die Zeit vergeht^^

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